Gorr sorgt für Aussie Millions Heimsieg

david gorr

An einem Finaltisch mit Patrik Antonius und Chris Moorman setzt sich der Lokalmatador in einem Achterbahnfinale durch. Es ist der dritte Aussie Millions Main Event Sieg eines Australiers in Folge.

„Ich kann es nicht glauben“, staunte Gorr über sich selbst. „Das hätte ich nicht gedacht. Ich wusste zwar, dass ich eine Chance hatte, aber  das ist jetzt einfach grandios.“

Der 68-jährige Hobbyspieler arbeitet in der Computerbranche und kann sich rühmen, auf über 50 Jahre Erfahrung zurückzublicken. Er begann im Alter von 12 Jahren mit Draw Poker.

Gorr spielt das Aussie Millions Main Event nach eigener Aussage fast jedes Jahr. Ein paar kleinere Cashes sind ihm bei anderen Turnieren schon gelungen, aber keiner davon lag auch nur in der Nähe der zwei Millionen australischen Dollar, die dieser Sieg wert ist.

„Ehrlich gesagt habe ich einfach viele gute Karten gekommen“, gibt Gorr zu. „Ich hatte Glück.“

Als der finaltisch begann, waren die Augen der Zuschauer natürlich auf Patrik Antonius gerichtet. Der Full Tilt Profi war eindeutig der prominenteste Spieler am Tisch. Ob er allerdings der stärkste war, lässt sich nicht so einfach beantworten, denn mit Chris Moorman saß neben ihm ein Mann, der zwar kaum Fernsehpräsenz vorweisen kann, in der Online-Szene aber als der beste Turnierspieler überhaupt gilt. Elf Triple Crowns sprechen eine eindeutige Sprache.

Leider waren es genau diese beiden Spieler, die als erste aufstehen und den Tischbereich verlassen mussten.

Patrik Antonius wurde ein klassisches Slowplay-Opfer. Auf dr Suche nach dem Aufdoppler limpte mit Pocket Königen, aber niemand erhöhte, Gorr traf mit Q-T zwei Paare auf dem Flop, und Antonius‘ folgendes All-in wurde abgefangen.

Danach war Moorman der Shortstack. Sein All-in mit 4-8s und nur einem Flush Draw auf dem Flop lag irgendwo zwischen mutig und fragwürdig. Wieder war es Gorr, der den Call setzte. Mit K-T traf er zwei Zehnen auf dem Flop.

Nach dem Abgang der Stars gelang es Gorr, sich ein gutes Stück vom Rest des Feldes abzusetzen. Black Belt Spieler Ram Ravazi schied als nächster aus, und nachdem auch Randy Dorman aufstehen musste, nachdem er den Tag als Chipleader begonnen hatte, besaß Gorr mehr Chips als die anderen drei Spieler zusammen.

Damit begann die Zeit von Jeff Rossiter. Hand um Hand holte er auf, schickte schließlich Michael Ryan aus Melbourne an die Rail und übernahm den Chiplead bei noch drei verbleibenden Spielern.

Den bis dahin größten Pot spielten dann Rossiter und Gorr. Der Australier gewann mit dem Nut Flush und hatte nur noch den englischen Profi James Keys vor sich, der bis dahin eher unauffällig gespielt hatte.

Gorr begann das Hedas-up mit einem 4:1 Chiplead, doch Keys eroberte sich Stack  um Stack und gewann schließlich die Kontrolle. Gorr verlor von seinen zehn Millionen Chips 90%, bevor ihm ein Verdoppler mit K-J gegen K-3 gelang.

Der Australier kämpfte sich weiter zurück und übernahm den Chiplead.

Was David Gorr mit „Glück“ meint, zeigt die letzte Hand des Turniers. Keys eröffnete auf dem Button, und Gorr bezahlte. Auf einen Flop 7 6 3 Bezahlte Gorr die 275.000 Bet voon Keys. Auf dem Turn kam der K, und Keys setzte weitere 650.000, Gorr checkraiste auf 1,65 Mio und Keys ging all-in. Gorr callte ohne Zögern.

Gorr: K 4

Keys: 7 3

Mit nichts gegen zwei Paare auf dem Flop angetreten, hatte Gorr plötzlich eine Reihe von Outs: Jeder König, jede 4, jede 5 und jede 6 bedeuteten zehn Outs für den Lokalmatador. Der River war die 4.

Damit gewinnt David Gorr aus Melbourne das Aussie Millions Main Event 2011 und zwei Millionen AUS-Dollar. James Keys erhielt gut die Hälfte. Zumindest offiziell, denn die letzten drei Spieler handelten einen Deal aus. Die genauen Zahlen wurden nicht bekanntgegeben.

Nach Stewart Scott 2009 und Tyron Krost im letzten Jahr ist Gorr der dritte Australier in Folge, der das größe Pokerturnier der Südhalbkugel gewinnt und dafür sorgt, dass der Titel in der Heimat bleibt.

Ergebnisse und Pay-outs am Finaltisch:

  1. David Gorr, AUD $2.000.000
  2. James Keys, AUD $1.035.000
  3. Jeff Rossiter, AUD $700.000
  4. Michael Ryan, AUD $450.000
  5. Randy Dorfman, AUD $325.000
  6. Samad Razavi, AUD $225.000
  7. Chris Moorman, AUD $175.000
  8. Patrik Antonius, AUD $130.000

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