Aussie Millions - die WM der Südhalbkugel

Gus Hansen
Gus Hansen - Aussie Millions Champion 2007.

Es ist das größte Turnier der Südhalbkugel und das fünftgrößte weltweit. Down Under ist der Poker-Boom noch voll im Gange. Pokerpros und Promis geben sich die Klinke in die Hand. Inzwischen ist das Event auf 20 Turniere angewachsen. Letztes Jahr gab es das mit $100.500 teuerste Buy-in-Turnier aller Zeiten.

Im ersten Event ($1100 NLHE) wurde gleich ein Rekord gebrochen. Mit 1143 war es das bshier grö0te Event in der noch jungen Geschichte der Aussie Millions. Der Sieger nahm $200.000 mit nach Hause (falls er an den Blackjack-Tischen vorbeikam, ohne stehen zu bleiben).

Nachdem die ersten drei Events fest in australischer Hand blieben, ging das folgende PLO-Turnier an Annette Obrestad. Die WSOPE-Siegerin kann sich nun zusätzlich zu ihrem Bracelet auch mit einem Aussie-Millions-Ring schmücken.

Neben den üblichen NLHE-Turnieren wird in Melbourne inzwischen eine ganze Reihe weiterer Turniere angeboten. Dazu gehören zwei H.O.R.S.E.-Events, zwei PLO, darunter eine $10.000-Championship, ein Turbo-Event, ein PLO/NLHE Mixed, die $5300 NLHE Heads-up Championship, Seven Card Stud und PL08 sowie das Feature Bounty Event mit einer sehr ungewöhnlichen Struktur: An jeden Tisch wird per Los ein Spieler gesetzt, auf den das Kopfgeld ausgesetzt wird.

Annette Obrestad
Prost Annette!

Ist das Feld auf 32 Spieler geschrumpft, wird der Freeze-out-Modus gestoppt. Nach einer neuen Auslosung spielen die restlichen Spieler mit den bisher eingespielten Chips an vier Tischen im Shoot-out-Modus weiter. Die jeweils letzten zwei Spieler erreichen den Finaltisch.

Ein besonderer Leckerbissen ist das Super-High-Roller-Event: die $100.500 PLHE/NLHE Challenge. Im letzten Jahr fanden sich 30 ebenso wagemutige wie solvente Spieler, die sich dafür den mächtigen 100.000 Chipstack erkauften. Ungewöhnlich: Vor dem Flop wird Pot Limit gespielt, post-Flop dann No Limit, und die Spieler haben nur 30s, um ihre Entscheidung zu treffen.

Das Crown Casino in Melbourne erwartet insgesamt weit über 2500 Spieler, darunter zahlreiche Profis aus den USA, Ruissland und Europa. Allein im Main Event soll die Zahl der Teilnehmer dieses Jahr vierstellig werden. Eine optimistische Erwartung, denn bei der letzten Ausgabe kamen mit 680 fast 100 Spieler weniger als im Vorjahr.

Zieht man die Zahlen der ersten Ausgabe 1997 heran, zeigt sich jedoch eine erstaunliche Entwicklung. Vor elf Jahren begann das Turnier als $1000 Buy-in Event mit gerade mal 74 Teilnehmern, von denen nur 10 keine Australier waren. Sie kamen aus Neuseeland.

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