Aussie Millions – Ivey dominiert auch Tag 2

aussie millions 2012

Nur zwei Plätze vom Geld entfernt endete der heutige Spieltag des Aussie Millions Main Events im Crown Casino von Melbourne. Tony G. bustet Gus Hansen – und scheidet dann selbst aus.

Die Geschwindigkeit, mit der die Spieler an Tag 2 des Turnier ausschieden, erinnerte an die Aufschläge von Roger Federer bei den Australian Open. In nur sieben Levels standen 239 Spieler auf und verließen chiplos den Turniersaal.

Von den anfänglich über 300 Spieler sind damit nur noch 74 im Rennen.

Am heutigen Spieltag wurde auch die Auszahlungsstruktur bekanntgegeben. Der Sieger kassiert $1,6 Mio., und insgesamt werden 72 Spieler bezahlt. Zwei müssen also morgen noch eine bittere Enttäuschung erleben, bis erleichterter Applaus durch den Saal brandet.

Insgesamt notiert die Veranstaltungsleitung 659 Entrys, und damit 60 weniger als im letzten Jahr. Der Black Friday und das Full-Tilt-Fiasko haben auch down under Spuren hinterlassen.

Einer der Spieler, die morgen die Geldränger erreichen, ist kein Geringerer als Phil Ivey, der das Feld hinter sich her zieht und möglichst viel von dem sechs Millionen Dollar umfassenden Preispool abkassieren will.

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Ist er noch zu stoppen?

Heute konnte nur ein Spieler mehr Chips ansammeln als das Phänomen von der Ostküste. Tim O’Shea hat 921.000 und damit ein gute Portion mehr als Ivey mit 778.000. Allerdings hat die Anwesenheit von Ivey am Tisch eine deutlich andere Wirkung als die von O’Shea, und das ist noch nicht einmal böse gemeint.

Auf dem Fahrrad: Tom Dwan, Tony G. und andere

Nicht alle Profis konnten sich so durchsetzen wie Phil Ivey: Annette Obrestad, Maria Ho und Tom Dwan mussten allesamt ihre Koffer packen.

Tom Dwan verstrickte sich in eines der vor allem bei der Presse gefürchteten endlosen Zeitlupenduelle gegen Tom Grigg. Dabei konnte Dwan gar nichts dafür. Grigg überlegte mehrfach derart lange, dass den Umstehenden nicht nur die Füße einschliefen und selbst der allgemein sehr geduldige Dwan einen Countdown forderte.

Letztlich hatte Grigg dann auch noch das besser Ende für sich. Er floppte eine Straight, Dwan turnte ein Set und konnte nicht mehr aussteigen, was zur Folge hatte, dass er stattdessen ausscheiden musste. Grigg nahm später ganz nebenbei auch noch Jason Mercier vom Tisch. Mit ihm wird hier noch zu rechnen sein.

Tony G. bedachte zunächst Gus Hansen mit seinem Schlachtruf „on your bike“. Mit A-Ks hatte er Hansen in einen Call mit A-Qs gelockt. Niemand traf das Board, und der Gewinner von 2007 war eliminiert. Später schied Tony G. selbst jedoch auch aus, und zwar lustigerweise gegen einen Qualifikanten von PartyPoker.

Ausgeschieden ist mit Sebastian Ruthenberg auch der letzte namhafte deutsche Spieler. Interessant aber der Auftritt von Octavian Voegele. Der gebürtige Österreicher lebt seit sechs Jahren an der Gold Coast in Australien und konnte bereits einen ANZPT-Titel gewinnen. Mir 294.500 Chips liegt er auf Platz 24 der Chiptabelle.

Top Ten Chipcounts:

1. Tim O’Shea – 921.000
2. Phil Ivey – 778.500
3. Aage Ravn – 708.500
4. Jason Koon – 667.500
5. Oliver Speidel – 540.000
6. Patrick Healey – 521.000
7. Yann Dion – 495.000
8. Mohamad Kowssarie – 477.000
9. Rob Angood – 470.500
10. Janis Lesiwski – 463.500

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