Artur Koren ist Poker Europameister 2014

Artur Koren No-Limit Hold'em EM Baden 2014

Auch dieses Jahr lockte das wunderschöne Casino Baden zur 25. Poker EM. Absoluter Höhepunkt der Turnierwoche ist die €3.000 Poker EM im No-Limit Hold‘em. Dabei setzte sich die totale Dominanz der Deutschen bei Liveturnieren fort und nach Siegen bei den EPTs und der WPT Wien gab es erneut einen deutschen Doppelsieg. Artur Koren darf sich nun für ein Jahr mit dem prestigeträchtigen Titel Europameister schmücken.

Die Eckdaten zur Poker EM im No-Limit Hold‘em

Buy-In: €3.000

Entries: 147 (125 Teilnehmer und 22 Re-Entries)

Preispool: €405.720

Siegprämie: €113.600

Manuel Blaschke dominiert Tag 1

Manuel Blaschke2
Onlinelegende Manuel Blaschke gelang am ersten Tag so gut wie alles.

Zum Highlight der Turnierwoche, der €3.000 Poker EM im No-Limit Hold’em, fand sich mit u.a. Ole Schemion, Martin Finger, Artur Koren, Gereon „huiiiiiiiiii" Sowa, Nikolaus Teichert, Jan-Peter Jachtmann, Gerald Karlic, Stefan Rapp, fast November Niner Maximilian Senft, Ex-Fußballstar Sergej Barbarez, WPT Wien Gewinner Christopher Frank, Stefan „mindgamer“ Jedlicka, Manig Loeser, Thomas Butzhammer, und Manuel „young_diam18“ Blaschke die Crème de la Crème der deutschsprachigen Pokerszene ein.

Letzterer dominierte den Tag nach Belieben und tütete am Ende starke 358.300 Chips ein, was den massiven Chiplead vor dem Bosnier Dejan Divkovic (247.100) bedeutete.

Ole Schemion war bester Deutscher auf Platz 7 mit 166.800 Chips, gefolgt von Artur Koren auf Platz 8 (147.600). Insgesamt kamen 77 Spieler heil durch den Tag.

Who the Fuck is Erik Schniedel?

Die Registrierung und damit auch ein Re-Entry war noch bis zu Beginn von Tag 2 möglich. Davon machten auch 6 Spieler Gebrauch und so ging es dann mit 83 Akteuren am zweiten Spieltag weiter. Das Tempo war von Anfang an sehr hoch und so erwischte es gleich zu Beginn einige bekannte Namen wie Alex Kravchenko, Manig Loeser und Gerald Karlic. Bis zum Dinnerbreak, war das Feld schon mehr als halbiert und es saßen nur noch 31 Spieler an den Tischen.

Ole Schemion
Ole "Erik Schniedel" Schemion.

Den Weg ins Geld schaffte, neben vielen anderen, auch Martin Finger nicht. Er verlor sehr unglücklich mit AJ gegen A4 von Thomas Butzhammer. Nach seinem Ausscheiden sagte er es sei ok, da er seine Chips wenigstens an Butzhammer abgegeben hat. Allerdings wusste er da noch nicht, dass auch Thomas nicht ins Geld kommen würde.

15 Plätze wurden bezahlt und kurz davor musste auch Ole Schemion, der sich gemeinsam mit einigen anderen Deutschen einen Spaß erlaubte und sich unter dem Namen „Erik Schniedel“ registrierte auf Platz 18 an die Rails.

Zu diesen gehörte auch Artur „Smokapuro“ Koren, der für das Platzen der Bubble sorgte. Zusammen mit dem anderen Deutschen „Kamikatze“ callte er das All-In des Türken Izak Muday, der 9 9 hielt. Am Board von K 4 7 T 8 traf Artur mit 6 5 die Straight und alle verbliebenen 15 Spieler hatten damit schon mindestens €7.710 sicher.

Im Anschluss wurde noch bis auf 11 Spieler heruntergespielt und der ehemalige Chipleader Manuel Blaschke musste noch kur vor Ender des Tages die Segel streichen. Chipleader nach Tag 2 war Artur Koren mit 1.745.000 Chips, der gemeinsam mit Hossein „Chinovi“ Ensan (1.498.000) für eine deutsche Doppelführung sorgte. Insgesamt schafften es 5 Deutsche in den Finaltag

Bustouts im Minutentakt und Koren läuft heiß

Dieser startete mit noch zwei verbleibenden Tischen und elf Spielern.

Die Ausgangslage zu Beginn des Finaltages:

Vorname

Name

Land

Chipcount

Daniel

Studer

CH

174.000

Kamikatze

D

142.000

Helmut

H

A

364.000

Thiago

Mazzini Fisz

I

393.000

Thomas

Lemberger

A

259.000

Smokapuro

D

1.745.000

Hannes

Speiser

A

219.000

Konstantinos

Nanos

D

907.000

Sergej

Barbarez

D

932.000

Chinovi

D

1.498.000

Vlado

Banicevic

MNE

708.000

Es dauerte keine zehn Minuten und der Final Table war besetzt. Hannes Speiser war mit A 9 gegen 7 7 von Vlado Banicevic All-in und verlor.

Der Tag ging so weiter wie er angefangen hatte. Nur 10 Minuten später erwischte es den sympathischen Schweizer Dani Studer.

Sergej Barbarez
Ex-HSV Kapitän Sergej Barbarez ist mittlerweile zu einem richtig guten Pokerspieler geworden.

Der Trend der schnellen Bustouts schien sich fortzusetzen, denn kurz darauf zog Thomas Lemberger mit 7 7 den Kürzeren gegen A K von Artur Koren womit dieser seine Führung weiter ausbaute.

Mit Artur Koren positionierte sich im Verlauf des Finaltable immer mehr als Titelaspirant.

Er gewann die großen Pots, oder wie Thomas Lemberger es sagte: „Er trifft immer, er hat auch gestern alles getroffen.“ So beförderte Koren in der Folgezeit auch den Deutsch-Griechen Konstantinos Nanos an die Rails.

Ex-HSV Kapitän Sergej Barbarez mit sehr starker Performance

Nachdem Hossein Ensan auf Platz 5 die Segel streichen musste, dauerte es etwas länger bis sich der nächste verabschieden sollte.

Die Chipcounts zu diesem Zeitpunkt:

Kamikatze

 

D

1.795.000

Sergej

Barbarez

D

2.170.000

Artur

Koren

D

1.200.000

Vlado

Banicevic

MNE

2.145.000

Bei Blinds von 15k/30k und Ante 5k ging es weiter und erstmal hin und her. Vor allem bei Sergej Barbarez, der in dieser Zeit die größten Swings zu verbuchen hatte. So verwunderte es auch nicht, dass er als Nächster gehen musste, nachdem er mit A T geradewegs in Pocket Kings von „Kamikatze“ gelaufen war.

Dennoch eine sehr starke Leistung des ehemaligen Fußballstars, die mit € 34.080 belohnt wurde.

Artur Koren wird Europameister nach einem Deal der letzten Drei

Nachdem Barbarez den Tisch verlassen hatte einigten sich die letzten drei Spieler schnell auf einen Deal. Dieser sah wie folgt aus:

  • Kamikatze €82.430
  • Vlado Banicevic €80.430
  • Artur Koren €70.430

Anschließend wurden noch der prestigeträchtige Europameistertitel und die wertvollen Punkte für das GPI Ranking ausgespielt. Artur pushte aus dem Small Blind mit K 5 und Vlado Banovic callte im Big Blind mit A J. Auf dem Flop traf Vlado seinen Buben, doch am River schlug der König ein und somit war der deutsche Doppelsieg schon unter Dach und Fach.

Artur Koren
Artur Koren ist Poker Europameister im No-Limit Hold'em 2014.

Damit ging Artur auch mit einer klaren Führung ins Heads-Up und die Entscheidung sollte sehr schnell fallen.

Mit 5 6 tritt er gegen Pocket Queens von Kamikatze an. Der Dealer legte 6 K 2 4 3 in die Mitte und Artur Koren ist der neue Poker Europameister.

Kamikatze wird die Niederlage im Heads-Up verschmerzen können, denn durch den Deal sicherte er sich den größten Scheck.

Das Endergebnis der Poker EM in No-Limit Hold’em:

Platz

Vorname

Name

Land

Preisgeld

1.

Artur

Koren

D

70.430 €

2.

Kamikatze

D

82.430 €

3.

Vlado

Banicevic

MNE

46.660 €

4.

Sergej

Barbarez

D

34.080 €

5.

Hossein

Ensan

D

24.550 €

6.

Konstantinos

Nanos

D

20.890 €

7.

Helmut

H

A

17.240 €

8.

Thiago

Mazzini Fisz

I

14.000 €

9.

Thomas

Lemberger

A

11.160 €

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Noch keine Kommentare