Neue Pokerprofiliga mit Annie Duke

Annie Duke

Vier TV-Events pro Jahr sind geplant. In der Liga werden ausschließlich Vollprofis antreten. Sie setzt damit einen wirkungsvollen Kontrapunkt zu den offenen Events der großen internationalen Turnierserien.

Die Profiliga wird eine geschlossene Gesellschaft. Mitspielen darf nur, wer eingeladen wird.

Neben den vier Groß-Events soll im Palms Casino Resort in Las Vegas ein zusätzliches $1.000.000 Championship Freeroll stattfinden.

„Dieses Projekt ist voll auf Profis zugeschnitten", erklärte Duke gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press. „Es ist genau das Format, das derzeit in der Pokerlandschaft fehlt. Hier werden die Besten der Welt gegen die Besten der Welt antreten."

Aufgrund der weltweit wachsenden Beliebtheit von Poker sind hochkarätig besetzte Finaltische bei Veranstaltungen wie der WSOP oder der EPT zur absoluten Ausnahme geworden. Ein Phil Ivey beim WSOP Main Event oder ein Daniel Negreanu bei der EPT Wien sind seltene Glücksfälle.

Duke erklärte ihre Hoffnung, dass die Liga zeigen werde, was es wirklich bedeute, ein professioneller Pokerspieler zu sein. Etwa 200 Spieler werden Einladungen erhalten. Sie werden mithilfe einer mathematischen Formel ausgewählt, die Platzierungen in großen Events, Siegprämien und Erfolge in jüngerer Vergangenheit einberechnet. Cash Games und Online-Poker werden nicht berücksichtigt.

Jeffrey Pollack
Jeffrey Pollack
Geschaffen wurde die Liga von einer Privatfirma namens Federated Sports & Gaming Inc., zu deren Gründern auch der frühere WSOP-Sprecher Jeffrey Pollack gehört, der auch heute noch großes Ansehen unter Pokerprofis genießt.

„Die Berufung in unsere Liga wird in der Pokerszene als Beleg dafür gelten, ein echter Profi zu sein", sagte Pollack gegenüber AP. „Wir werden die Bedeutung dieses Begriffs wieder ein bisschen schärfer definieren."

Die Mitgliedschaft in der Liga wird auf zwei, drei oder fünf Jahre ausgestellt, weniger als zehn Spielern wird eine lebenslange Mitgliedschaft garantiert, weil sie überragende Erfolge vorzuweisen haben, erläuterte Duke, die die Liga repräsentieren wird.

„Die Fans haben uns immer wieder gezeigt, dass ihnen die Stars am Herzen liegen. Das sind die Leute, die sie wirklich im Fernsehen sehen wollen, und ich meine, dass die Stars dafür auch etwas bekommen sollten."

Pollack sieht die Liga nicht in Konkurrenz zur WSOP, WPT oder anderen Turnierserien. Vielmehr gehe es darum, eine neue Community zu schaffen, für die man sich erst durch zahlreiche Turniererfolge qualifizieren muss.

„Das eröffnet eine Reihe neuer Möglichkeiten", fuhr er fort, „und wir werden dem Profipoker eine neue Perspektive geben."

Annie Duke, die seit 1994 insgesamt 38 Cashes in WSOP-Turnieren erreichte, wird aufgrund ihrer neuen Funktion persönlich nicht an der Liga teilnehmen und in Zukunft seltener aktiv in Erscheinung treten.

„Ich warte schon lange auf so etwas", erklärte sie. „Wenn ich dafür das Opfer bringen muss, in Vollzeit zu spielen, dann werde ich das tun. Damit habe ich kein Problem."

Allerdings will Duke ihre Karriere nicht komplett beenden. Sie kündigte an, weiterhin bei der WSOP und anderen großen Turnieren anzutreten.

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