Annette Obrestad: Benny ist ein „Ar…loch!"

Annette Obrestad
Messer, Gabel, Twitter, Licht...

Beim EPT Main Event in London wird die Norwegerin am Tisch mit Benny Spindler nicht mit dessen Spielstil fertig … und flüchtet sich in Beleidigungen. Auf Twitter griff sie ihn deswegen persönlich an. Es ist nicht ihre erste Ausfälligkeit.

Nur noch drei Tische waren beim EPT Main Event aktiv, als Annette Obrestad direkt rechts von Benny Spindler an den Tisch gesetzt wurde, der damit Position auf sie hatte. Nachdem sie sich nach ihren Raises mehrfach Re-Raises des für seinen höchst aggressiven Stil bekannten Spindler gegenübersah, beschwerte sie sich darüber bei der Welt über ihre Handy-Tastatur.

„Links von mir sitzt dieses A....loch, der sich für den Größten hält und jede Hand spielt und meint, er könnte alle Spieler am Tisch herumschubsen."

„Ich bin die einzige, die sich wehrt."

Es tut weh, das mit anzusehen. Ich wünschte, ich bekäme eine Hand gegen diesen Kerl. Er würde wie all die anderen wie ein Idiot aussehen. Bitte, bitte."

Das und Ähnliches war auf dem Twitter Account von Annette Obrestad zu lesen. Solche Ausfälle verbreiten sich allerdings schnell, und so bekam auch Spindler schnell Wind von der Sache und stellte die Norwegerin nach Ende der Spielzeit zur Rede.

„Sie erklärte daraufhin etwas über persönliche Abneigung und machte sich dann recht schnell kleinlaut davon", erklärte Spindler später sinngemäß in einem Interview.

Flecken auf der weißen Weste

Annette Obrestad gilt im Allgemeinen als zurückhaltende und freundliche Spielerin, doch in Sachen Respekt gegenüber anderen offenbarte sie bereits mehrfach Defizite.

Gegenüber PokerNews Daily erklärte sie schon im Jahr 2007 auf die Frage, welche Spieler sie respektiere: „Ich habe vor keinem wirklich Respekt, um ehrlich zu sein."

In einem Interview mit PokerVerdict erklärte sie im folgenden Jahr, dass ein Frauenturnier vermutlich so „soft" wäre, dass man dort „gute Chancen hätte, ein Bracelet zu gewinnen".  Und weiter: „Ich möchte nicht wie Chris Moneymaker sein, der einmal ein Turnier gewonnen hat und danach nie wieder irgendetwas."

Auf die Frage, wen sie am liebsten einmal vom Tisch nehmen würde, antwortete sie dem Bluff Magazine:  „Humberto Brenes. Sein Spielzeughai und sein Verhalten sind einfach widerlich."

Keine Frage, Annette Obrestad kann sich ihre eigene Meinung über andere Spieler bilden, und es ist auch keineswegs notwendig, jeden zu mögen, dem man am Tisch begegnet. Andererseits ist sie zumindest in der Pokerszene eine Figur der Öffentlichkeit und sollte sich dementsprechend verhalten.

Ein Twitter-Account ist nunmal kein geheimes Tagebuch mit Vorhängeschloss, sondern die öffentlichste Form der unreflektierten Gedankenwiedergabe, und gedankenloses Geschnatter wird durch Digitalisierung nicht besser.

Heute wird in London bis zum Final Table gespielt.

Quellen:

PokerNews Daily, Pokerverdict, BluffMagazine

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