Triple Barrel – Adelson ausgebremst, Heads-up auf norwegisch, WPT Montreal

Three Monkeys

Heute blicken wir auf eine amerikanische Umfrage zu Online-Gaming, ein Pokerduell zwischen einem Profi und einem Politiker, und auf einen dieser furchtbaren Momente, die in diesem Fall Antonio Esfandiari im Spiel gegen NASCAR-Fahrer Jeff Gordon erlebte.

1) Amerikaner befürworten Online-Poker

Nach einer Umfrage steht die Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung nicht hinter Sheldon Adelsons Kampagne gegen Online-Gaming.

Adelson, der sich gerne als Menschenfreund geriert, dem es nur um das Wohl seiner Landsleute geht, hat nicht so viel Rückhalt, wie er gerne hätte – zumindest, wenn man dieser Untersuchung folgt, die Chris Grove vom OPR durchgeführt hat.

Hauptsächlich ging es ihm darum, eine Antwort auf die zweifelhafte Umfrage zu geben, die Adelson selbst durchführen ließ und nach der 70% der Amerikaner Online-Gaming ablehnend gegenüberstehen.

SheldonAdelson
Adelson - der gute Mensch von Las Vegas Sands.

1500 Leute nahmen an Groves Umfrage teil, und nur 20% davon sind streng gegen eine Regulierung von Online-Poker, während 60% dem gegenüber neutral sind oder es sogar befürworten.

Volle 20% sind sogar „sehr dafür“, dass Online-Poker reguliert wird. Rechnet man das auf die gesamte Bevölkerung hoch, ergibt sich daraus eine Zahl von 60 Millionen Befürwortern.

Natürlich sind beide Umfragen nicht wirklich repräsentativ, aber es war vor allen Adelson, der sich gar nicht dazu äußern wollte, wie die Fragen seiner Umfrage überhaupt gestellt waren.

2) Odd_Oddsen vs. Politik

Ein Heads-up der besonderen Art. In Norwegen, einem Land, in dem pokertechnisch so ziemlich alles verboten ist, wollte der Propfi Ola „Odd_Oddsen“ Amundsgård ein Zeichen setzen.


olaamundsgard

Photo: Dagbladet

Er forderte den Politiker Erlend Wiborg zu einem Heads-up heraus, nachdem dieser wiederholt erklärt hatte, es handele sich bei Poker um ein reines Glücksspiel.

Noch überraschender als der Umstand, dass Wiborg die Herausforderung tatsächlich angenommen hat, sind die Bedingungen, unter denen das Duell stattfinden wird.

Starttag ist der morgige Samstag. Zunächst wird im Konferenzzentrum gespielt, später folgt eine Verlegung zu Online-Poker auf PokerStars.

Bis zum 7. Mai sollen 10.000 Hände gespielt werden. Mindestspielzeit sind 20h/Monat.

Mindestens zwei Tische sollen simultan gespielt werden.

10.000 Hände und mehrere Tische gleichzeitig? Hört sich nicht so an, als wüsste, Wiborg, worauf er sich da eingelassen hat.

Wer will, kann das Duell aber bei PokerStars verfolgen.

3) Rosenbarger triumphiert bei WPT Montreal

Eine satte halbe Million Dollar kassierte Derrick Rosenbarger, der von weither aus New Mexico in den Nordosten Nordamerikas angereist war.

Als Jetpilot hat Rosenbarger kaum Probleme damit, seine Emotionen zu kontrollieren. Vielleicht gelang es ihm deshalb, aus dem zweitkleinsten Stack zu Beginn des Finaltisches schließlich den größten und einzigen zu machen, der noch übrig war.

Noch weniger Chips hatte nur Lily Kiletto, die mit nur 6 Big Blinds antrat, aber immerhin 35 Hände und einen der anderen Finalisten überlebte. Sie wurde am Ende Fünfte.

derrick rosenbarger wpt
Derrick Rosenbarger - Photo: WPT.

Sylvain Siebert, der mit einem deutlichen Chipvorsprung in den letzten Tag des Turniers gegangen war, erlebte einen deprimierenden Absturz und musste sich mit Platz vier begnügen.

Rosenbargers Aufholjagd begann bei noch vier verbliebenen Spielern, aber als das Heads-up begann, hatte er immer noch nur halb so viele Chips wie sein Gegner Mukul Pahuja.

152 Hände später lagen alle Chips bei dem Amerikaner. Pahuja hatte mit A-4 gegen Rosenbargers Pocket Damen schlechte Karten und fand keine Hilfe auf dem Board.

Aus Deutschland waren ebenfalls mehrere Spieler angetreten, aber ausnahmsweise konnte sich keiner von ihnen im Vorderfeld platzieren.

Die mit 862 Spielern größte WPT dieser Saison ist damit beendet. Montreal ist bei den Spielern äußerst beliebt, und die Stadt hat sich einen festen Platz im Pokerkalender gesichert.

Final Table Payouts:

  • 1. Derrick Rosenbarger, $500.824
  • 2. Mukul Pahuja, $340.928
  • 3. Serge Cantin, $220.170
  • 4. Sylvain Siebert, $162.936
  • 5. Lily Kiletto, $121.848
  • 6. Alexandre Lavigne, $98.574

 

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Noch keine Kommentare