WSOP Main Event Tag 1 – Erfolge, Hände, Bustouts

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Daniel Negreanu erwischte einen besonders guten Starttag.

Wer ist noch dabei und wo, wer ist ausgeschieden und wie. Die Situation nach dem dreitägigen Auftakt.

Nur drei statt der in den letzten Jahren üblichen vier Starttage ließen vermuten, dass die Veranstalter entweder mit einem kleineren Starterfeld rechneten – verständlich nach der Schließung des US-Markts – oder die Wartezeit für die Teilnehmer des Tages 1A verkürzen wollten, die sich sonst bis zu einer Woche gedulden mussten.

Was die Spielerzahl betrifft: Mit inoffiziellen 6598 Spielern wurde die Marke vom Vorjahr um 267 Spieler unterschritten. Online-Pokerverbot, Full-Tilt-Fiasko und schlecht organisierte Legalisierungen in Europa zeigen Wirkung.

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Wieder nichts: Phil Hellmuth ist schon raus.

Die Stars

International erfolgreiche Profis sind von solchen Problemen natürlich nicht betroffen. Sie haben entweder lukrative Sponsorenverträge oder ausreichend finanzielle Mittel, um den Main Event spielen zu können.

Tag 1A

Phil Hellmuth wollte eigentlich erst an Tag 1C antreten, fand sich aber nach einem 14,5-stündigen Nickerchen in so guter Verfassung, dass er schon zwei Tage früher wieder ins Rio kam. Dadurch fiel die übliche Parade seines Einmarsches aus.

Geholfen hat es nichts. Hellmuth schied schon am ersten Tag aus, gegen einen „Maniac“, wie er den Spieler identifizierte. Man hätte ihm vielleicht sagen sollen, dass es sich immerhin um Michael Tureniec handelte, oder, wie Hellmuth gesagt hätte, einen „Idiot from Northern Europe“.

Pius Heinz verbrachte fast den ganzen Tag auf der Bühne am Fernsehtisch. Kein Wunder, er ist immerhin der Titelverteidiger. Heinz konnte nicht viel bewegen und hielt lange einen eher kleinen Stack, konnte dann aber kurz vor Ende der Spielzeit verdoppeln.

Mit J 4 gegen 8 7 floppten sowohl er als auch sein Gegner einen Flush. Heinz sackte den Pot ein und beendete den Tag mit knapp 40.000 Chips.

Zu den großen Namen, die Tag 1A überstanden, gehören u. A. auch Faraz Jaka (115.775), Filippo Candio (85.000) und Mike Sexton (15.200).

Von den deutschsprachigen Spielern kamen Marko Neumann (125.650), Anton Morgenstern (81.825), Felix Funk (81.425), Felix Bleiker (CH, 74.525), Ronny Kaiser (CH, 69.600), Mario Nagel (63.450), Tac Diep (61.675), David Scherzer (60.475), Erik Scheidt (58.025), Nikolaus Teichert (56.050), Christopher Kolla (54.025), Wilfried Härig (53.550), Robin Roths (49.175), Stefan Lehner (AT, 49.125), Heinz Kamutzki (48.825), Claudio Rinaldi (43.850), Jan Kasten (42.975), Johann Busing (38.175), Kai Kassebaum (36.900), Konstantin Bücherl (34.175), Christian Glissmann (34.100), Markus Dittrich (33.300), Bodo Sbreszny (32.500), Robert Schulz (24.800), Alexander Meidinger (23.875) und Sergej Barbarez (23.650) in Tag 2.

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Hielt sich am Fernsehtisch wacker: Pius Heinz.

Bustouts

Bekannte Spieler, die nicht mehr dabei sind: Ivan Demidov, Pierre Neuville, Billy Baxter,  John Monette, Joe Hachem, Kathy Liebert.

Tag 1B

Vanessa Selbst  (168.350) und  Daniel Negreanu (140.575) sorgten für die Schlagzeilen am zweiten Starttag des WSOP Main Events 2012. Beide konnte sich in den Top Ten des Chipcounts platzieren. Selbst verdankt einen Großteil ihres Stacks einem Treffen Asse gegen Könige.

Maria Ho (130.425) war lange die stärkste Frau an diesem Tag und setzte damit die gerade für weibliche Spielerinnen so erfolgreiche WSOP fort.

George Danzer und Jan Heitman gehörten einmal mehr zu den besten Deutschen im Main Event. Danzer sammelte kontinuierlich Chips, traf gute Entscheidungen und hatte das notwendige Quäntchen Glück. etwa als er das All-in eines Shortstacks mit J-8 bezahlte. Der Gegner hielt A-6, Danzer traf die 8 und gewann. Am Ende des Spieltags hielt er 84.125 Chips. Bei Heitmann waren es genau 625 Chips mehr.

Weitere Spieler mit gutem Starttag: Shaun Deeb (125.900), Brian Hastings (119.000), Sam Farha (118.500), Barney Boatman (98.200), Eugene Katchalov (96.275), Erick Lindgren (91.600), Wolfgang Altenburg (87.925), Robert Varkonyi (75.325), Andrew Lichtenberger (70.150), Barry Greenstein (60.825), Michi Eiler (63.450) und Martin Staszko (55.575).

Bustouts

Nicht mehr dabei sind u. A. Bertrand Grospellier, Tom Dwan, Jewgeni Timoschenko, Amanda Musumeci, Todd Brunson, Greg Raymer, Roland de Wolfe, Andy Bloch, Vanessa Rousso, Jean-Robert Bellande, Alex Krawtschenko, Mickey Petersen, Gabriel Nassif, Vixky Coren, John Dolan, Elie Elezra, Gabe Kaplan, Scotty Nguyen, Men Nguyen, Gavin Griffin, Ville Wahlbeck, Dennis Phillips, Victor Ramdin.

Tag 1C

Das bei Weitem größte Feld fand sich traditionell am dritten Starttag. Und so schnitten die Superstars ab:

Phil Ivey hat in diesem Jahr schon eine Reihe Erfolge gefeiert. Genug, um bei der Wertung zum WSOP Spieler des Jahres vor John Monette und Phil Hellmuth auf Platz 1 zu stehen. Gestern Nacht lief es jedoch nicht so rund. Ivey hatte große Schwierigkeiten und stand mehrfach vor dem Aus, konnte sich aber mit 11k Chips in Tag 2 retten.

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Mit Glück und Druck - Viktor Blom.

Ganz anders Viktor Blom, der in üblicher Fasson seine Gegner unter Druck setzte und sich einen gefährlichen Stack von 110.225 aufbauen konnte. Hinzu kam eine satte Portion Glück, wie etwa in der Hand, als Blom ein 7-Bet All-in mit A-K bezahlte, gegen die Könige seines Gegner gleich zwei Asse traf und dann auch noch einem Flush Draw entging.

Blom: A K

Gegner: K K

Board: A 9 8 A 7

Gleich mehrere ehemalige Champions kämpften sich in der Nacht erfolgreich durch das Feld: Joe Cada (117.375), Jamie Gold (24.800), Johnny Chan (82.300), Tom McEvoy (24.125) und Doyle Brunson (81.400).

Dabei hatte Brunson seine Teilnahme schon offiziell abgesagt, überlegte sich seine Entscheidung dann aber noch einmal und sollte das nicht bereuen.

Antonio Esfandiari konnte vor einigen Tagen das BIG ONE für sich entscheiden und hat auch im WSOP Main Event vorerst alle Trümpfe in der Hand. Er beendete den Tag mit 78.925 Chips.

Marvin Rettenmaiers Hoch, das mit dem Wechsel zu PartyPoker und seinem Sieg bei der WPT Championship begann, scheint auch Main Event weiter anzuhalten. Er hielt bei Spielende 72.000 Chips.

Ebenfalls noch dabei: Jake Cody (124.675), John Juanda (74.450), Gus Hansen (67.575), Michael Mizrachi (60.050), Fabrice Soulier (57.000), McLean Karr (50.000), Jason Alexander (49.550), Lacey Jones (45.000), Phil Galfond (37.000).

Heute Nacht geht’s weiter mit Tag 2A.

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