Partouche - Schemion gewinnt in Cannes

Ole Schemion
Der letzte Champion - Ole Schemion.

Ole Schemion hat den Main Event der Partouche Poker Tour in Südfrankreich gewonnen und geht damit als letzter Champion des Events in die Pokergeschichte ein.

Nach durchwachsenem Start erlebte Schemion an Tag 3 einen steilen Aufstieg in die Top Ten des Chipcounts. An den Finaltisch  kam er als Zweiter in Chips.

Der Finaltisch wurde nicht – wie in den letzten Jahren – auf November verschoben und mit neun Spielern gespielt, sondern nach WPT-Format mit sechs Spielern und direkt im Anschluss an die ersten Spieltage.

Schemion hatte erst im August den neunten Platz beim EPT Main Event in Barcelona belegt und damit den Finaltisch denkbar knapp verpasst.

In Cannes ließ der Deutsche dann nichts anbrennen. Er dominierte das Finale über weite Strecken und gewann am Ende Turnier und €1.172.850.

partouche finale
Vorjahressieger Sam Trickett.

Schemion setzte sich im Heads-up gegen Karen Sarkisyan aus Russland durch, der immerhin knapp €700.000 erhielt.

Zuvor hatte Schemion auch die Dritt- und Viertplatzierten Aaron Lim und Dan O’Brien persönlich vom Tisch genommen.

Nachdem der Deutsche seine Gegner 4-handed über längere Zeit ständig getriezt hatte, riskierte O’Brien seine Chips schließlich pre-Flop mit einem Paar Neunen. Schemion hielt gerade A-K und nahm den Coin Flip gerne an. Das Board verlief J-Q-7-T-x, Broadway für Schemion.

Das Kartenglück blieb Schemion auch danach treu: Aaron Lim schob seine Chips mit A-K in die Mitte, just als Schemion Asse hielt, und damit musste auch der Mann aus Australien seinen Platz räumen.

Die ersten Spieler, die das Finale beendeten, waren Marcello Marigliano und Fabrice Touli.

Final Table Payouts:

1. Ole Schemion, D, €1.172.850
2. Karen Sarkysian, RUS, €693.494
3. Aaron Lim, AUS, €417.499
4. Dan O’Brien, USA, €341.991
5. Marcello Marigliano, ITA, €267.492
6. Fabrice Touli, FR, €223.498

Nie mehr PPT

Die Partouche Poker Tour gehört der Vergangenheit an, und das lag nicht hauptsächlich an Ole Schemion.

Nach ihrem Start im Jahr 2008 war die Beliebtheit des Events Jahr für Jahr gewachsen und hatte sich zu einem der beliebtesten Events in Europa entwickelt. Dabei lag der Startpreis mit €8500 schon fast auf High Roller Niveau.

Eine der Trumpfkarten: eine Million Euro garantiert für den Gewinner.

partouche poker tour surrenders

Die Champions hatten klangvolle Namen: Alain Roy, Jean-Paul Pasqualini, Vanessa Selbst und Sam Trickett konnten den Event gewinnen, und jedesmal war der Preispool größer als im Vorjahr.

Im ersten Jahr waren zwei Millionen garantiert gewesen, in diesem Jahr wurden erstmals fünf Millionen Euro Preispool garantiert.

Erste Risse in der Reputation des Events taten sich vor zwei Jahren auf, als Ali Tekintamgac des Betrugs verdächtigt und disqualifizert wurde.

Nachdem sich mit 573 aber nicht genügend Spieler registriert hatten und die Garantie um €700k verfehlt wurde, erklärte Gründer Patrick Partouche vor laufenden Kameras, eine Garantie hätte es nie gegeben, zeigte sich von den Forderungen der Spieler gekränkt und beschloss bei der Gelegenheit, gleich die ganze Tour abzusagen.

Nachdem daraufhin auch sein Marketingleiter den Hut nehmen wollte – und vermutlich nach einem Gespräch mit seinen Anwälten, revidierte Partouche seine Entscheidung und gab bekannt, die fehlenden €700k zu begleichen. Zusätzlich behauptete er fälschlicherweise, dass von einer Garantie nur externe Medien gesprochen und die Spieler dadurch einen falschen Eindruck bekommen hätten.

Ein unwürdiges Ende für die PPT, wenn auch mit dem Trostpflaster eines deutschen Gewinners. Vermissen wird man die PPT wohl nicht.

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