6 Ways 2 Poker (6/7): Home-Runden

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28 Dezember 2009, Von: The Brain
Geposted in: Blog
6 Ways 2 Poker (6/7): Home-Runden
Wer hat noch nie an einer kleinen oder großen Pokerveranstaltung in den eigenen vier Wänden eines Bekannten oder im Nebenraum einer Kneipe teilgenommen? Egal, ob Cashgame oder Turnier mit ReBuy-Möglichkeit?

Hohe bis niedrigste Einsätze. Holdem, Omaha, Stud oder HORSE. Regelmäßig, spontan oder reihum. Mit eigenem Pokertisch, einer Pokermatte oder einer Wachs-Tischdecke. Fahrt-, Getränke-, Tip-, Rake-, Eintritts-, Essens-, Park- und sonstige Kosten können so minimiert und die Teilnehmer selektiert werden. Auch ich habe des Öfteren an solchen Veranstaltungen teilgenommen. Nur so konnte ich auch endlich einmal live HORSE spielen. Dem Ausrichter sei an dieser Stelle nochmals herzlichst gedankt!

Die Teilnahme an einer regelmäßig stattfindenden Runde kann ich mir jedoch nicht vorstellen. Ich habe erlebt oder davon gehört, dass Freundschaften zerbrachen. Auch kann es gelegentlich zum Streit kommen über das Thema Rauchen, die Höhe der Einsätze, die Umlage der Getränkekosten, das Dealen, der Reihenfolge des Ausrichtens, zu Stress nach übermäßigem Alkoholkonsum, das Aussteigen, wenn die Anderen im Brand sind etc. Wer haftet bei Unfällen (Verletzungen, Sachbeschädigungen)? Wer entscheidet/schlichtet bei regelkundlichen Streitfragen?

Vorsicht ist angesagt, wenn Ihr erstmalig zu einer neuen Homerunde eingeladen wurdet. Wie gut kennt Ihr die anderen Spieler wirklich? Äußerst selten kann es hier zu Übervorteilungen des „Neuen" führen. Teamplay, Betrugsversuche beim Mischen, Karten geben oder Abheben, Verwendung von markierten Karten (so genannte Zauberkarten, die im Internet bestellbar sind und auf deren Rückseite im Muster versteckt, Farbe und Wert jeder Spielkarte für den Eingeweihten ersichtlich sind). Je besser Ihr Euch kennt und je niedriger die Einsätze sind, umso unwahrscheinlicher werden solche Machenschaften.

Einen Nachteil hat man durch Teilnahme an einer Homerunde, wo häufig auch ohne Showdown die gespielten Hände gezeigt werden, manchmal doch: beim Aufeinandertreffen auf einem Out-Home-Event. Der Andere kennt die eigenen Lieblingshände, die Range, die Mentalität. Und wenn es Jemand von der schwatzhaften Sorte ist, kennt binnen kurzer Zeit jeder am Tisch diese sensiblen Informationen. Trotzalledem: wenn alles stimmt, sind Homerunden ein preiswertes und unterhaltsames Pokervergnügen!

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