Jahresrückblick 2013 – Das erste Quartal

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Einer der Höhepunkte im ersten Quartal - Sebastian Langrock bei "Wer wird Millionär."

Die wichtigsten Turniere, die größten Sieger und Verlierer, die Überraschungen des Jahres und die spannendsten Randnotizen – all das präsentieren wir in unserem vierteiligen Jahresrückblick.

Januar

Wie üblich beginnt das Pokerjahr mit der Poker Caribbean Adventure (PCA) auf den Bahamas.

In zehn Tagen bietet der Veranstalter insgesamt 40 Turniere an und stillt so den aufgestauten Pokerdurst der Spieler.

Gleich am 5. Januar geht es mit dem Super-Highroller-Turnier direkt in die Vollen. Immerhin 47 Spieler bezahlen das Startgeld von 100.000 Dollar, am Ende triumphiert der Amerikaner Scott Seiver (gut $2 Millionen Preisgeld), Philipp Gruissem (gut $400.000) landet als bester Deutscher auf Platz 5.

Beim Main Event enttäuschen die deutschen Spieler, als beste Platzierung springt für Manig Löser ($67.000) Rang 16 heraus, der bis dato eher unbekannte Bulgare Dimitar Danchev lässt alle 986 Gegner hinter sich und kassiert $1.859.000.

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Finale: Matusow vs. Hellmuth.

Beim abschließenden Highroller-Turnier schaffen es Ole Schemion (4.Platz und $354.860) und Tobias Reinkemeier (7.Platz und $174.940) an den Finaltisch, den Sieg trägt aber Vanessa Selbst ($1.424.420) davon.

Ende Januar feiert ein alter Bekannter den Sieg bei der traditionsreichen NBC Heads-Up Championship, dem definitiv stärksten Einladungsturnier im Pokerzirkus.

Weder John Hennigan noch Scott Seiver können Mike Matusow im Viertel- und Halbfinale stoppen, und auch Phil Hellmuth zieht im Finale den Kürzeren. Nach einem dürftigen Jahr 2012 kassiert Matusow $750.000, und es gibt niemanden in der Pokerszene, der ihm das nicht gönnt.

Dass die deutschen Spieler längst zur Weltspitze gehören, zeigt die Verleihung der European Poker Awards, bei der Marvin Rettenmaier nicht nur als bester Spieler Deutschlands, sondern auch Europas ausgezeichnet wird. Ole Schemion wird zum Rookie des Jahres gekürt.

Februar

Zweiter großer Jahreshöhepunkt sind die Aussie Millions, die bereits seit 1998 im Crown Casino von Melbourne ausgetragen werden. Neben dem Main Event, das 629 Spieler anlockt, stehen drei hochrangige Highroller-Turniere mit Startgeldern von AU$25.000 bis AU$250.000 auf dem Programm.

Los geht es mit der AU$100.000 Challenge, bei der Andrew Robl aus den USA vor dem Deutschrussen Igor Kurganov (AU$610.000) die Ernte von 1 Million australischer Dollar einfährt. Kurganovs Platzierung ist der Auftakt einer überragenden Leistung der deutschen Highroller „down under“.

Bei der AU$250.000 Challenge müssen Tobias Reinkemeier, Fabian Quoss und Igor Kurganov nur dem Briten Sam Trickett den Vortritt lassen.

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Igor Kurganov sorgte für den Auftakt der deutschen Erfolge 2013.

Trickett kassiert AU$2.000.000, für die drei Deutschen fallen immerhin die restlichen 2,5 Millionen australischer Dollar ab.

Die AU$25.000 Challenge wird dann komplett von den deutschen Spielern beherrscht. Kurganov (AU$275.000) gewinnt vor Gruissem (AU$187.000), Heinecker und Quoss werden hinter Erik Seidel Vierter und Fünfter.

Lange scrollen muss man dagegen beim Main Event, um den besten deutschen Spieler zu ermitteln. Jan Collado ist es, der mit dem aus deutscher Sicht enttäuschenden 23.Platz das beste Ergebnis erzielt.

Der Final Table bietet eine perfekte Mischung aus Top-Stars und unbeschriebenen Blättern. Dan Shak (AU$400.000) und Patrik Antonius (AU$600.000) müssen sich schließlich mit den Rängen 4 und 3 begnügen, der hierzulande völlig unbekannte Malaysier Mervin Chan schafft schließlich die Sensation und holt sich die Siegprämie von AU$1.600.000.

In den USA einigt sich ein gewisser Chris Ferguson mit den Behörden und zahlt mehrere Millionen, um sich freizukaufen.

Mehr als 40 Millionen Dollar soll der Mitgründer von Full Tilt Poker aus der Kasse genommen haben, die amerikanischen Spieler warten bis heute auf die Erstattung ihrer Guthaben.

Auf den Highstakes im Internet ist mit knapp 2,3 Millionen Plus ein Tom durrrr Dwan der überragende Gewinner des Monats. Sein alter Rivale, Viktor Isildur1 Blom, schafft es auch an die Spitze, aber mit gut 1,5 Millionen Dollar Minus an die der Verlierer.

März

Der Turnierzirkus übersiedelt wieder nach Europa, und mit der EPT London steht ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm. Den vermutlich stärksten Finaltisch des Jahres kann man beim Main Event bestaunen.

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Sebastian Langrock in Prag.

Mit Theo Jörgensen, Steve O’Dwyer und Chris Moorman erreichen diesen drei absolute Weltklassespieler, außerdem sind der Deutsche Christopher Frank (Sechster für GBP112.000) und der spätere Sieger Ruben Visser aus den Niederlanden von der Partie.

Für die deutschsprachigen Spieler gibt es im März wenig Grund zur Freude. Selbst in der Spezialdisziplin Highroller-Turniere fällt die Bilanz enttäuschend aus. Beim Sieg von Talal Shakerchi (GBP436.330) während der EPT London schafft Fabian Quoss als einziger Deutscher eine Platzierung im Preisgeld.

Den größten Gewinn eines deutschen Pokerspielers fährt Sebastian Langrock aus München bei der beliebten Fernsehsendung Wer wird Millionär? ein.

Als achtem Teilnehmer gelingt es ihm, das Maximum mitzunehmen und dabei so manches Vorurteil über Pokerspieler zu entkräften.

Zwei Monate später zeigt er, dass er es auch am Pokertisch kann, als er im King’s Casino das Saturday Deepstack gewinnt.

Und im Dezember sprechen wir mit ihm in Prag darüber, wie es ihm ergangen ist.

Überragender Mann am virtuellen Filz im Internet ist der schwedische King of Swing, Viktor Isildur1 Blom. Im Vormonat noch größter Verlierer ist er nun mit über 2 Millionen Dollar Plus der dickste Abräumer.


Das Pokerjahr 2013 in der Zusammenfassung auf PokerZeit.

1. Quartal, Januar - März

2. Quartal, April - Juni

3. Quartal, Juli - September

4. Quartal, Oktober - Dezember

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