2-7 Triple Draw – Die komplette Strategie für Neueinsteiger

2-7 Triple Draw

Keine Lust mehr, immer nur Texas Hold’em oder Pot-Limit Omaha zu spielen? Für alle, die ihr Pokerspektrum um eine zusätzliche Variante erweitern wollen, kann 2-7 Triple Draw eine sehr interessante Alternative sein. In unserer dreiteiligen Artikelserie liefern wir das strategische Grundgerüst, mit dem man der Konkurrenz einen Schritt voraus ist.

Vom Anfänger zum Fortgeschrittenen

Nach unserer recht kurzen Einführung wollen wir nun ein wenig tiefer in die Geheimnisse von 2-7 Triple Draw eindringen.

Aufgeteilt haben wir unsere Serie in diese drei Teile:

1. Starthände und Spiel vor dem ersten Draw

2. Spiel vom ersten Draw bis zum River

3. Spiel auf dem River

1.) Starthände und Spiel vor dem ersten Draw

Wie bei allen Pokervarianten ist auch bei 2-7 Triple Draw die Auswahl der Starthände von großer Bedeutung.

Grundsätzlich gilt, dass man keinesfalls mehr als drei Karten tauschen sollte und Hände idealerweise eine Zwei enthalten.

Pathände

Als Pathände bezeichnet man Starthände, die bereits fertig sind, also etwa 76532, 85432 oder 97432.

Diese Blätter haben einen Vorteil – sie gewinnen oft – aber auch einen Nachteil – der Gegner weiß Bescheid, wenn man keine Karte mehr tauscht.

Phil Ivey
Phil Ivey hat auch schon ein Bracelet beim 2-7.

 

Mit den genannten Händen sollte man tatsächlich mit 76532 und 85432 nicht mehr tauschen und erbarmungslos setzen.

Mit 97432 sollte man dagegen die Neun tauschen, um auf ein Monster (75432 oder 76432) zu drawen.

Tauschen einer Karte

Es gibt eine Reihe von sehr guten Händen, mit denen man nur eine Karte tauscht.

Dies gilt natürlich für starke Starthände wie 7432, 7542, 6432, 6532 oder 6542, aber auch für viele Hände mit einer Acht wie 8432, 8532, 8652 bis zu 8763, die vor allem im Heads-Up meist Favorit auf den Gewinn des Pots sind.

Mit diesen Händen sollte man aggressiv spielen und vor dem ersten Draw auf jeden Fall cappen (die maximal möglichen 4 Bets bringen). Über das weitere Vorgehen entscheiden dann der erste Draw und die Anzahl der Karten, die der Gegner tauscht.

Tauschen zweier Karten

Am häufigsten kommt es vor, dass zwei Karten getauscht werden. Exzellente Starthände sind 432, 732, 532, 542, 742 und 752, da man mit ihnen immer auf eine Sieben drawt und ein extrem starkes Blatt bekommen kann. 

Problematisch, aber spielbar sind Hände mit einer Sechs wie 632, 642, 652 oder 762, trotz der Sechs (Stichwort Straight, siehe Einführung) haben sie genug Potential.

Auf dem Button auf jeden Fall spielbar sind auch Hände wie 832, 842 und auch Hände ohne Zwei wie 853 oder 763.

Tauschen dreier Karten

Wie bei anderen Varianten empfiehlt sich auch bei 2-7 Triple Draw ein tight-aggressiver Ansatz. Dazu gehört, allzu schwache Starthände auszusortieren und nur in Spezialfällen drei Karten zu tauschen.

2-7 Full Tilt
Die Pros lieben 2-7 Triple Draw!

32, 42, 52 und 72 sind die Hände mit zwei Karten, die ausreichend Potential bieten, um in zwei Situationen zu spielen:

1. Stehlen der Blinds

2. Verteidigen der Blinds

Beim Stehlen hilft neben der passablen Hand die Position, beim Verteidigen begünstigen die Pot Odds bei einer einfachen Erhöhung den Call.

Hände, bei denen vier oder fünf Karten getauscht werden müssten, sollten immer gefoldet werden.

Zusammenfassung

Entscheidend für eine sehr gute Starthand ist, dass sie eine Zwei enthält. Man will nach Möglichkeit, von unten nach oben drawen (237 auf 4 oder 5) und nicht andersherum (765 auf 2 und 3).

Wie bei allen anderen Pokervarianten ist der Button die beste Position, auf der man am meisten Hände spielen kann. Zum tight-aggressiven Ansatz gehört, seine Hände aktiv zu spielen, also zu raisen.

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